


Wie es um die Handwerksqualität im deutschen Web steht, zeigt ein Test von Aktion Mensch und Google aus dem Juni 2025. Von den 65 meistbesuchten Shopping-Portalen des Landes ließen sich nur 20 mit der Tastatur bedienen. Häufigste Gründe: fehlender Fokusrahmen, zu schwache Kontraste, Overlays vor dem Inhalt.

Wenn schon die größten Portale daran scheitern, sagt das wenig Gutes über den Rest. Barrierefrei gebaut heißt in der Praxis ausreichende Kontraste, saubere Struktur und Bedienbarkeit ohne Maus. Davon hat jeder Besucher etwas, der im Sonnenlicht auf ein Display schaut oder mit einer Hand tippt. Vorgeschrieben ist es seit dem 28. Juni 2025 überall dort, wo Verbraucher online buchen oder bestellen können.

Interaktive 3D-Darstellung direkt im Browser bieten in Deutschland bisher wenige Agenturen an. Wir gehören dazu. Sinnvoll ist das, wenn ein Produkt verstanden werden muss, bevor jemand es kauft: Maschinen und Anlagen, konfigurierbare Produkte, Innenausbau, alles, was ein Besucher sonst nur auf einem Foto sieht. Er dreht das Objekt, sieht es von innen, wechselt Varianten. Was wir Ihnen dazu nicht erzählen werden: dass 3D die Conversion um einen bestimmten Prozentsatz steigert. Die Zahlen, die dazu kursieren, stammen aus Anbietermarketing und lassen sich nicht überprüfen. Was wir sagen können: 3D muss auf einem drei Jahre alten Telefon flüssig laufen. Genau daran scheitern die meisten Umsetzungen. Ein Beispiel aus der Praxis:
Reitplatzbau aus Norddeutschland.

Weil eine Website heute drei Prüfungen bestehen muss, die es vor fünf Jahren so nicht gab. Sie muss auf dem Telefon in wenigen Sekunden nutzbar sein, sonst springt ein Teil der Besucher ab, bevor überhaupt etwas zu sehen war. Sie muss ohne Maus bedienbar und ausreichend kontrastreich sein, in vielen Fällen inzwischen auch vorgeschrieben. Und sie muss so aufgebaut sein, dass nicht nur Google sie versteht, sondern auch ChatGPT, Perplexity und die KI-Übersichten in der Suche, weil ein wachsender Teil Ihrer Kunden dort zuerst fragt. Wer eine Seite baut, die nur eine dieser drei Prüfungen besteht, zahlt in zwei Jahren noch einmal.

Eine gute Website erkennt man selten daran, dass sie auffällt. Man erkennt sie daran, dass jemand findet, was er sucht, und danach anruft. Alles andere ist Geschmack, und über Geschmack entscheiden Sie.
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